Wie werde ich Pornostar?

Wer wie ich in der Sexbranche arbeitet, bekommt sie laufend: Anfragen von Kollegen und Wildfremden mit der Frage, wie man nun Pornostar werden könne. Vögeln ist geil. Der Traum ist gross, sein ehrenwertes Glied mal in eine Frau zu schieben und dafür erst noch Geld zu bekommen. Entsprechend explizit sind dann meist auch die Emails in meiner Inbox. Da kommen Penisbilder daher und mehr oder weniger ausführliche Berichte über die sexuelle Leistungsfähigkeit. Beantworte ich sie? In der Regel nicht. Aber ich schreibe hier nun mal eine aufklärende Kolumne, auf welche ich dann in Antworten verweisen könnte – zumindest in den Fällen, wo in der Email-Anfrage mehr drin ist, als nur ein „Penisbild“ und der Satz „Ich ficke für mein Leben gern, wann kann ich anfangen?“.

Folgende Zeilen richten sich an Männer, da für diese Spezies die Einstiegshürden besonders delikat sind. Und ich will hier nicht sagen, es ist unmöglich in die Pornobranche einzusteigen. Es ist in der Tat sogar so, dass gute Fickhengste durchaus gesucht sind. Man muss sich aber als angehender Spermasoldat folgender Situation bewusst sein: Als Pornoproduzent erhält man, wie eingangs erwähnt, viele Anfragen, sehr viele sogar. Gleichzeitig weiss man aber aus Erfahrung auch, dass von 100 Bewerbungen gerademal eine Handvoll überhaupt näherer Betrachtung verdienen. Warum?

Der Mann ist ein schwanzgesteuertes Wesen. Das wird ihm oft zum Verhängnis. Ich weiss wovon ich spreche – habe selbst einen. Wenn man sich gerade mal wieder so richtig „spitz“ fühlt, da macht man Dinge, die man später vielleicht bereut, wie zum Beispiel aus einer Geilheit heraus sein Penisbild an einen Pornoproduzenten zu schicken. Es ist etwa das gleiche wie man im Vollstuff seiner Ex ein „Ich liebe Dich noch“ textet.

Die Voraussetzungen zum Pornostar

Wer sich also ernsthaft eine Karriere als Pornodarsteller vorstellen kann, der sollte zumindest mal darüber schlafen. Dann sollte er sich auch folgender Punkte bewusst sein:

  1. Vögeln vor der Kamera ist was anderes als zu Hause gemütlich im Bett. Am Pornoset muss der Schwanz steiff werden, auch wenn da noch ein paar Leute rumhängen und eine Kamera auf einen zeigt. Er muss auch schön den Saft rauslassen, nicht schon nach 5 Minuten, aber auch nicht erst nach 3 Stunden
  2. Man braucht nicht zwingend ein Adonis zu sein, doch eine körperliche Attraktivität muss vorhanden sein
  3. Attraktivität gilt auch für den Schwanz, ist ja schliesslich der Hauptakteur. Es muss nicht unbedingt ein 25cm Riemen sein, doch mindestens etwas über dem Landesdurchschnitt schadet nicht
  4. Wenn Pornodreh ist, dann hat man pünktlich auf der Matte zu stehen – gerade kein Bock zum ficken ist nicht
  5. Man geht regelmässig zum Arzt, um sich auf allerlei sexuelle Krankheiten prüfen zu lassen. Ohne Test kein Fick.

Ja, Pornodarsteller zu sein ist ein harter Job. Man sieht das auch daran, dass in vielen Film immer wieder die gleichen Männer zu sehen sind. Es sind nämlich genau die, welche vorallem zuverlässig sind. Zuverlässig bei jeder Buchung erscheinen und dort auch zuverlässig ihren Mann stehen.

Profi-Darsteller Conny Dachs mit einem Amateur-Pärchen

„Wie weiss ich nun, ob ich das Zeug dafür habe? Kann ich nicht einfach mal unverbindlich mitmachen?“

Das ist eine schöne Frage, die zwar etwas naiv ist, aber trotzdem ihre Berechtigung hat. Es gibt nämlich durchaus Produzenten, die sich auf Experimente einlassen oder gar Serien produzieren, wo es vom Konzept her keine grosse Rolle spielt, ob die Fickrute nun hart wird oder nicht. Ich erinnere mich da zum Beispiel an die Serie Pimmel Bingo von Magmafilm, der grössten deutschen Produktionsfirma.

Magmafilm bietet für Bums-Aspiranten eine Casting-Plattform, wo man sich (Frauen und Männer) bewerben kann, falls man denkt, das Zeug zu haben in den auserlesenen Kreis der Fickprofis zu gehören. Zu finden unter www.magmacasting.tv