Horizontal, vertikal, oral, anal und jetzt auch vegan!

Veganer können aufatmen. Seit rund 3 Jahren gibt es auf dem Markt, allerdings oft nur für Insider bekannt, vegane Kondome.

Kondome sind zwar aus Natur-Kautschuk-Latex gemacht, welches komplett auf pflanzlicher Basis aufgebaut ist. Damit das Ganze jedoch gefühlsecht ist, wird oftmals der Weichmacher Casein verwendet, der aus Kuhmilch besteht. Dieser Umstand hat wohl schon manches vegane primäre Geschlechtsteil zum Schrumpfen gebracht.

Das österreichische VEGANBLATT warnte darum schon ausdrücklich vor „der Kuh im Kondom“. Eine ernstzunehmende Warnung! Zieht man den europäischen Verordnungs- und Warnungs-Wahn in Betracht, so könnte in naher Zeit schon auf nicht-veganen Kondompackungen der Slogan „Achtung Kuh!“ stehen. Das könnte allerdings von Partnerinnen falsch verstanden werden ….

Nun stellt sich natürlich die Frage, woran die Veganerin erkennt, dass ihr Partner ein veganes Kondom appliziert hat. Mit einem Gütesiegel? Zum Beispiel mit einer durchgestrichenen Kuh? Das wäre doch sicher eine gute Möglichkeit, damit die Betreffenden sich politisch korrekt dem Beischlaf-Ritual widmen können. Leider haben meine diesbezüglichen Anfragen in diversen veganen Foren nichts erbracht.

Als bekennender Un-Veganer bin ich zwar offen für fast alles (ausser für rektal applizierte vegane Kondome). Und doch beunruhigt mich diese Veganisierung beim Sexualverkehr. Aus Aussenstehender muss man sich doch fragen, ob sich nun die vegane Polarisierung im Geschlechtsbereich auch weiter auswirkt. Zum Beispiel beim Stellungsspiel. Ist Doggy Style für Veganer überhaupt noch möglich? Oder führt das zu psychischen Belastungen?

Und wie läuft das jetzt bei den Liebesdienerinnen, wo Kondome mittlerweile zum Glück Pflicht sind? Fragen die jetzt vor dem erkauften Geschlechtsverkehr „vegan oder normal, Schätzli?“

Fragen über Fragen.

Leicht beunruhigt grüsst

Maldoror