Einmal im Jahr stehen in unserer Gesellschaft die Eier definitiv im Mittelpunkt. Bunt gemustert und von Hasen versteckt harren sie darauf, gefunden, getütscht und gegessen zu werden.

Die Regale in den Läden sind zu Ostern voll mit Eiern jeden Couleurs, mit Utensilien zur Verschönerung der Eier und grünem Kunstgras zur österlichen Präsentation.

Namhafte Zeitschriften nehmen sich der Kunst des Eier-Schälens an. So z.B. die BRIGITTE („So schnell könnt Ihr jetzt ein Ei pellen“) oder FOCUS ONLINE („So schälen Sie Ihr Ei so schnell wie noch nie“). Von den zahlreichen Youtube-Filmchen zum Thema ganz zu schweigen.

Die Gesellschaft zeichnet sich also besonders zur Osterzeit als eierlastig aus und in heimischen Stuben wird in trautem Kreise Eier-Kult betrieben. Sogar mit Kindern.

Ganz anders in der Pornobranche, wo die Eier 365 Tage im Jahr im Mittelpunkt stehen. Während sich an Ostern Hasen um die Eier kümmern, so tun dies hier die Häschen. Liebevoll werden Eier gestreichelt, gekitzelt, gelutscht, geleckt und im SM-Bereich auch getütscht. Der Vorteil dieser Pornoeier besteht aber sicher darin, dass sie weder gekocht noch geschält werden müssen. In der Regel heisst es einfach: Hose auf und fertig.

Ein wunderbares Beispiel der pornografischen Eier-Kultur ist der 1976 von Alan Vydra gedrehte Film „Verlorene Eier“.(Link zum Film). Gemäss BETTY BOSSI sind das nämlich „Pochierte Eier im Nudelnest“, was für uns Pornografen natürlich absolut naheliegend ist, vor allem im Gangbang-Bereich. Alan Vydra bietet uns in „Verlorene Eier“ eine absolut irre Geschichte über einen Sexualverbrecher, der des Nachts durch die Parks schleicht, Liebespaaren auflauert und mittels scharfem Messer Männer von ihrer Männlichkeit trennt, womit wir wieder bei BETTY BOSSI sind: „Ei, wie wunderbar“! ( https://ww2.bettybossi.ch/de/Magazin/Display/1064981/Ei-wie-wunderbar ).

Schlussendlich und nachdem die PolizEI machtlos ist, versucht ein Professor für Sexualität, dem Eierschneider (https://www.galaxus.ch/de/s2/product/oxo-eierschneider-eierschneider-6179904?tagIds=41-113) das Handwerk zu legen. Mehr sei nicht verraten.

Das Ganze geht aber gut aus: Glückliche Eier – glückliche Menschen.

Betrachten wir das Ganze aber auch noch von der flüssigen Seite. Bei Tabu & Love Film ist 1993 der Film „Eier-Likör“ auf VHS veröffentlicht worden. Eier-Likör ist natürlich in fast jedem Pornofilm gefragt und keine Szene endet, ohne dass dieses exzellente Elixier zum Zug, respektive zum Abschuss kommt.

Auch die bürgerliche Gastronomie kennt dieses Kult-Getränk. Ein Rezept findet sich bei SWISSMILK (https://www.swissmilk.ch/de/rezepte/LM201404_65/eierlikoer/). In der Porno-Branche ist die Rezeptur allerdings ein bisschen anders, wenn auch allgegenwärtig. Die Rede ist hier von der Samenflüssigkeit des Mannes, die ebenfalls wie ein gewöhnliches Ei, Proteine enthält. Ein normales Ei enthält durchschnittlich 3 Gramm Protein. Samenflüssigkeit (auch Ejakulat genannt) enthält bei einer durchschnittlichen Menge von einem Teelöffel pro Abgang höchstens 1% Proteine, der Kalorienanteil liegt bei 5 – 7. Dafür hat ein Ejakulat aber noch weitere Bestandteile wie Fruchtzucker, Wasser, Vitamin C, Enzyme, Zink, Aminosäuren, Magnesium und Kalzium. Ueberlegen Sie sich also, bevor Sie Vitamin- und Aufbau-Präparate bei nächsteb Besuch im Supermarkt kaufen, weil ihr homöopathischer Hausarzt Ihnen dazu geraten hat. Sie können das nämlich auch billiger und wohldosierter haben. Und rezeptfrei.

Doch zurück zu den Eiern. Es gibt also sicher zwEIerlEI: das gutbürgerliche Ei auf dem Tisch und das Doppel-Ei in der Hose. Beide Varianten sind beliebt, die eine wird kulinarisch zelebriert und die andere …. eben auch auf eine Art kulinarisch.

In diesem Sinne: Gut Schluck, fröhliche Ostern und viel Spass – so oder so.

Ihr Maldoror